Pressemitteilung

 

Marktbericht

Momentan hat es den Anschein, dass den Märkten die Perspektive und die Dynamik fehlen. Dem ist nur teilweise so. Es tut sich einiges in den Metallmärkten und der Edelstahlindustrie. In der Krise wurde die Produktion heruntergefahren und Kapazitäten wurden abgebaut. Nur China war weniger von der Krise betroffen und hat das Produktionsniveau gehalten. Die Einfuhr von asiatischem Material ist aber durch die Zölle und die tieferen Quoten in Europa stark eingeschränkt. Gleichzeitig ist ein Teil der europäischen Industrie relativ gut ins Jahr gestartet. Ende des letzten Jahres wurden die Lager geleert. Die relevanten Preise für Chrom, Nickel und Molybdän sind in den letzten 6 Monaten zwischen 10 und 30% gestiegen, im Januar zwischen 5 und 10%. Die USD-Nickelnotierung hat ein 3-Jahreshoch erreicht. Die Schrotte sind knapp, da in der Krise einerseits weniger produziert wurde und die Schrottsammlung im „Homeoffice“ nicht die erste Priorität hat. Hinzu kommen fehlende Container, Protektionismus (Indonesien mit Nickelexporten) und schliesslich die steigende Nachfrage. Das Angebot ist weniger elastisch, wir befinden uns im „Schweinezyklus“ der steigenden Preise. Obwohl die Nachfrage möglicherweise nur ein Strohfeuer ist, werden die Preise nicht so schnell wieder fallen, denn die Kapazitäten werden, wenn überhaupt, nur langsam wieder hochgefahren. Es gibt immer wieder ein paar Ausreisser, aber der Trend fürs erste Halbjahr deutet auf weiter steigende Preise für Edelstahl und Sonderlegierungen hin. Es gibt bereits die ersten Anbieter, die einen Schrottzuschlag verlangen. Schrott ist gefragt und folgt dem Trend! Im Titan ist der Effekt noch nicht so ausgeprägt wie im Edelstahl, aber auch hier ist der Titanschrott knapp und den benötigen auch die Stahlwerke. Neue Perspektiven tun sich auf.

 

Price Nickel LME compared tot he scrap price development (1.4301 & 1.4404)

Chart-Source: MBI Metal Source